Künstliche Intelligenz verändert die Abschlussprüfung schneller, als viele es wahrhaben wollen. Was früher eine handschriftlich unterzeichnete Rechnung oder ein mühsam erstelltes Bilanzierungsmemo war, kann heute in Sekunden von einem KI-System generiert werden – und sieht dabei täuschend echt aus. Urs und Tobi diskutieren in dieser Folge von Im Wesentlichen Keine Beanstandung, welche konkreten Gefahren das für die Verlässlichkeit von Prüfungsnachweisen bedeutet und wie Prüfer damit umgehen sollten.
Warum die Verlässlichkeit von Prüfungsnachweisen im KI-Zeitalter neu bewertet werden muss
Prüfungsnachweise müssen zwei Kernkriterien erfüllen: Sie müssen ausreichend (also in ausreichender Menge vorhanden) und geeignet (also inhaltlich verlässlich) sein. Während die Frage nach der Menge vergleichsweise stabil bleibt, wird das Kriterium der Eignung durch den Einsatz von KI erheblich komplexer. Denn ein Dokument, das professionell aussieht, kann trotzdem inhaltlich falsch oder sogar gezielt manipuliert sein – ohne dass es auf den ersten Blick auffällt.
Das bedeutet nicht, dass Prüfer bei jedem Beleg automatisch von Betrug ausgehen müssen. Die normale Abschlussprüfung ist keine Fraud-Prüfung. Aber die berufliche Skepsis muss bewusst geschärft werden: Woher kommt dieses Dokument? Ist es in sich konsistent? Gibt es Anzeichen für KI-Generierung?
Gefälschte Rechnungen und Belege: Wenn PDFs kein verlässlicher Nachweis mehr sind
Klassische Umsatzstichproben basieren oft auf Rechnungen, Lieferscheinen und Frachtpapieren. Urs zeigt in der Folge, dass er für einen Vortrag innerhalb kürzester Zeit eine täuschend echte Rechnung mit einem KI-System generiert hat – komplett mit Logo, Formatierung und Unterschrift. Wer ein Original als Vorlage hat, kann eine überzeugende Fälschung in wenigen Minuten erstellen.
Erkennungsmerkmale wie ungewöhnliche Formulierungen, merkwürdige Bindestriche oder untypische Formatierungen können Hinweise auf KI-Generierung geben – aber diese Muster entwickeln sich ständig weiter. Was heute noch auffällt, ist morgen vielleicht perfekt angepasst. Umso wichtiger wird die Herkunft und Authentizität von Informationen: Bestätigungen, die direkt von einem unabhängigen Dritten kommen – etwa Bankbestätigungen oder Debitoren-Bestätigungen –, erhalten in diesem Kontext eine noch höhere Bedeutung als bisher.
KI-generierte Bewertungsmodelle: Das Risiko bei Estimates und Rückstellungen
Besonders heikel wird es bei komplexen Schätzungen – also bei Rückstellungen, Beteiligungsbewertungen oder ähnlichen Bilanzierungssachverhalten. Früher war schnell erkennbar, ob ein Mandant fähig war, eine ordentliche Planung oder Werthaltigkeitsberechnung aufzustellen. Wer das nicht konnte, lieferte auch keine überzeugenden Unterlagen.
Heute können KI-Systeme auf Knopfdruck ein professionell aussehendes Bewertungsmodell erzeugen – perfekt formatiert, strukturiert und auf den ersten Blick plausibel. Das Problem: Die zugrunde liegenden Parameter können dennoch falsch oder bewusst so gewählt sein, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt. Wenn der Mandant selbst nicht mehr genau weiß, woher bestimmte Zahlen stammen, ist das ein ernstes Warnsignal.
Die Lösung laut Urs und Tobi: Prüfer müssen sich durch das Unternehmen hangeln und die richtigen Personen zu den einzelnen Parametern befragen. Nur im direkten Gespräch mit den verantwortlichen Fachabteilungen lässt sich prüfen, ob die Annahmen in sich konsistent und sachlich begründet sind.
Bilanzierungsmemos und Lageberichte: Mehr Text, nicht mehr Substanz
Auch Bilanzierungsmemos sind eine klassische KI-Paradedisziplin. Was früher vielleicht drei knappe Sätze umfasste – und dadurch schnell als unzureichend erkennbar war –, kommt heute als 15-seitiges, perfekt gegliedertes Dokument daher. Der Inhalt kann dennoch fehlerhaft oder sogar frei erfunden sein, inklusive nicht existierender HFA-Paragraphen oder falscher Gesetzesverweise.
Gleiches gilt für Lageberichte und Anhangsangaben. KI-Modelle können Quellen liefern – aber diese Quellen müssen kritisch hinterfragt werden: Sind sie aktuell? Sind sie relevant? Oder handelt es sich um vorläufige Einschätzungen, die längst überholt sind? Die Prüfung der Quellen fällt nicht weg, nur weil der Mandant einen schick formatierten Artikel beiliegt.
Vorsicht im eigenen Prüfungsteam: Was Reviewer wissen müssen
Das KI-Risiko beschränkt sich nicht auf Mandantenunterlagen. Auch innerhalb des Prüfungsteams kann KI unreflektiert eingesetzt werden. Wer als Reviewer Arbeitspapiere abnimmt, muss sicherstellen, dass das Team hinter jedem Inhalt steht und ihn vertreten kann – egal ob dieser selbst oder vom Mandanten formuliert wurde.
Ein klarer Hinweis aus der Folge: Mehr ist nicht besser. Arbeitspapiere, die durch Copy-Paste aus KI-Outputs entstehen, wirken auf den ersten Blick umfangreich – sind aber oft nicht prägnant und können im Review-Gespräch schnell ins Wanken geraten. Lieber kurz, klar und nachvollziehbar als seitenlang und inhaltsleer.
Key Takeaways
- Eignung vor Umfang: Das Kriterium „geeignet" bei Prüfungsnachweisen gewinnt im KI-Zeitalter deutlich an Bedeutung – Herkunft, Authentizität und inhaltliche Konsistenz müssen aktiv hinterfragt werden.
- Direkte Drittbestätigungen sind wertvoller denn je: Informationen, die ohne den Umweg über den Mandanten direkt von unabhängigen Dritten stammen, bieten deutlich höhere Prüfungssicherheit.
- Parameter und Personen prüfen, nicht nur Dokumente: Gerade bei Estimates und Bewertungsmodellen müssen die verantwortlichen Personen beim Mandanten befragt werden – ein schön aussehendes Modell ersetzt kein inhaltliches Verständnis.
- Quellen konsequent hinterfragen: Ob bei Lageberichten, Bilanzierungsmemos oder Anhangangaben – jede Quelle muss auf Aktualität, Relevanz und Richtigkeit geprüft werden.
- Eigene Arbeit vertreten können: Alles, was aus KI-Systemen in Arbeitspapiere übernommen wird, muss inhaltlich verstanden, geprüft und gegenüber Vorgesetzten erklärbar sein.
Häufig gestellte Fragen zu KI und Prüfungsnachweisen
Kann ein KI-generiertes Dokument als Prüfungsnachweis verwendet werden?
Grundsätzlich ja – aber nur, wenn es die Anforderungen an Eignung und Ausreichendheit erfüllt. Ein KI-generiertes Dokument muss inhaltlich korrekt, in sich konsistent und auf seine Herkunft hin überprüft sein. Allein das professionelle Aussehen eines Dokuments ist kein Qualitätsmerkmal.
Wie erkenne ich, ob ein Dokument von einer KI erstellt wurde?
Aktuelle Hinweise können untypische Formulierungen, bestimmte Formatierungsmuster oder eine auffällig gleichmäßige Struktur sein. Allerdings entwickeln sich KI-Modelle ständig weiter, sodass solche Erkennungsmerkmale zeitpunktbezogenes Wissen darstellen und nicht dauerhaft zuverlässig sind. Wichtiger als die Erkennung ist deshalb die inhaltliche Prüfung der Plausibilität.
Was sollten Prüfer tun, wenn Mandanten KI-gestützte Bewertungsmodelle einreichen?
Prüfer sollten die verantwortlichen Fachpersonen beim Mandanten direkt zu den verwendeten Parametern und Annahmen befragen. Nur so lässt sich beurteilen, ob die Einschätzungen sachlich begründet und in sich konsistent sind. Ein Modell, das der Mandant selbst nicht vollständig erklären kann, ist kein ausreichender Prüfungsnachweis.
Wie verändert KI die berufliche Skepsis in der Abschlussprüfung?
Berufliche Skepsis wird wichtiger, nicht unwichtiger. Prüfer müssen zunehmend die Plausibilität von Informationen beurteilen, anstatt sich auf die äußere Form von Dokumenten zu verlassen. Das erfordert tiefes Fachwissen, um fehlerhafte oder manipulierte Inhalte überhaupt erkennen zu können – unabhängig davon, wie professionell ein Dokument aussieht.
Vollständiges Transkript
Vollständiges Transkript anzeigenHerzlich willkommen zu im Wesentlichen Keine Beanstaltung, dein Podcast zum Thema Wirtschaftsprüfern. Mein Name ist Wurst
und mein Name ist Tobi.
Zusammen haben wir über zwanzig Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel und wir geben dir einen Einblick in den Alltag, den Beruf und die Aufgaben von Wirtschaftsprüfern.
Ob du dich als Student für den Beruf interessierst oder ob du dich einsteiger besser für deine Arbeit vorbereiten willst Bei uns bekommst du Praxis nahe dos and don't's für deine Zukunft. Hier bleibt keine Erbsen ungezählt. Wir müssen unser Wissen kompakter heute platzieren und alles nur, weil du in Urlaub willst? Ja,
ich spreche.
Mein Einschieck war eigentlich ein anderer aber es ist egal.
So eine dicke Crashte.
Das hat einfach mein Einschieg geklappt. Ne Uhrst bist Du Dir eigentlich sicher dass ich gerade gegenüber von Dir sitze?
Weiß nicht, ob ich dir mal gegen das Knie drehe oder...
Gibt's da nicht so einen Fingertrück?! bei den KIs, wenn man irgendwie sich nicht sicher ist.
Das wäre mal eine interessante Idee um zu gucken ob das die KI's auch schon können, dass sie da so runterfahren. Ich glaube
die neuesten Modelle könntest du dich ja da neulich mal irgendwas dazu sehen, dass es nicht mehr einfach überprüfer ist, wenn irgendetwas vor dem Gesicht ist. Dass es trotzdem ganz gut aussieht.
Ich habe letztes Mal auf LinkedIn gesehen, dass jetzt die Fotografen wohl tot sein weil man direkt aus einem iPhone-Bild direkt so ein Bewerbungsfoto oder auch ein Passfoto machen kann. Wird spannend! Das
wird spannend. Aber ich meine, ein Mensch in der Arbeit kann ja auch... Ich glaube, ich bin echt... Moment!
Leichte Verzögerung.
Leichte Latenz, aber das ist die befallende Uhrzeit.
Wir sind bei bisschen müde, glaube ich.
Jetzt haben wir noch gar nicht darüber geredet, worüber wir eigentlich reden. Ihr habt den Titel natürlich schon gelesen und wir wollten auf ein Thema eingehen, das auch irgendwann mal wieder genannt wurde im Zusammenhang insbesondere mit der Arbeit mit KI Und es soll heute darum einfach mal gehen Wenn wir jetzt Prüfungsnachweise erhalten, also irgendwelche Belegeaussagen und so weiter. Wie denn oder welche Gefahren da vielleicht ja im Zeitalter von KI bestehen? Und wie man vielleicht auch einfach damit umzugehen hat wenn man Prüfungsnachweise im Zeialter vom KI erhält. Ja, da gibt es sicherlich einige spannende Themen in einigen Gebieten über die wir immer reden können.
Ich glaube das ist ein Thema was gerade total unterschätzt wird. Deswegen haben wir gedacht wir nehmen's jetzt mal auf Weil in der Welt, in der wir groß geworden sind, Tobi, wo man noch eine Rechnung in der Hand hat. Die ist ja schon lang rum. Du
meinst so mit Wachsiegel und so was?
Genau! Mit Wachssiegel... Und dann ist man da Übergang auf die Digitalbeläge. Dann hat mir immer das Thema IPI gehabt, dass man das schauen musste. Ist es richtig? Ich weiß doch, dass wir damals geschaut haben ob der Vertrag richtig gescannt wurde aber vollständig war. Da muss man an die Seiten durchgehen. ich weiß natürlich auch noch dran rinscht. Das war so die erste Zeit. Spiel eigentlich eine ganz neue Dimension nicht
komplett neu. Ja,
weil du diesen Belegen die du da bekommst gar nicht mehr in der Form so wirklich trauen kannst ohne dir darüber Gedanken gemacht zu haben könnte gegebenenfalls hier In irgendeiner Art und Weise ne KI die Finger im spiel gehabt haben. aber man müsse gleich jetzt vor weg schießen Weil jetzt kriege ich gleich wieder ein dritt gings Schieber. wir machen keine fraut untersuchen das ist schon mal wichtig. also wir können grundsätzlich erst Mal den vertrauen was man bekommt ja aber die kritische Grundhaltung definitiv mal einen Tag legen und sich überlegen, macht es Sinn oder nicht?
Genau. Und wie du sagst wir machen keine Fraud Prüfungen in unserer normalen Abschlussprüfung. aber wir müssen natürlich immer beurteilen. die Prüfungsnachweise für unsere Prüfungshandlungen ja die müssen wir einholen dann auch beurteilten und am Ende zum Ergebnis kommen. sie sind jetzt ausreichend und geeignet. Ausreichend ist ja immer so eine, ich sag auch meine Umfangskomponente vielleicht auch. Wie viele Stichproben muss ich denn jetzt ziehen? Aber das geeignet ist wahrscheinlich der Punkt, der einfach kritischer wird in KI-Zeiten und da wollen wir uns jetzt aber mal durchkämpfen was uns dann da so spontan einfällt wo gewisse Gefahren bestehen. Der Grund legendste, ich glaube das Wasser jedem sofort einfällt und dass ja auch das Beispiel was du jetzt ein bisschen genannt hast. Wir erhalten jetzt auf irgendwelche Stichproben irgendwelchen PDF Rechnungen Belege vielleicht auch Verträge da ist man natürlich bis er davon ausgegangen ja insbesondere wenn dann der Unterschrift drauf ist dann ist es wohl etwas offizielles aber kann natürlich inzwischen einfach auch generell sein durch gewisse KI-Modelle wo man dann einfach ein bisschen vorsichtig sein muss.
Wie gesagt, man muss nicht jedes Mal überlegen. bei jeder Rechnung scheint die jetzt plausibel zu sein. Ich glaube wir haben jetzt mal eine ganz klassische Umsatzstichprobe uns zum Beispiel überlegen ja und wir erhalten da irgendwie in Rechnungen Lieverschein, Versandpapiere, Frachtpapier wie auch immer. ich kann das natürlich alles generieren lassen dass es mir schon klar aber vielleicht wenn man dann ein gesamtes Bild hat Die ganze Transaktion passt irgendwie. Ja Es gibt jetzt keine Anzeichen dass irgendwie was komisch aussieht auf so einer PDF Datei. denn Kann ich grundsätzlich in der Prüfung auch davon ausgehen, dass der Mandant mich auch mal nicht hinter das Licht führen möchte?
Ja. Ich glaube es ist wichtig, dass man das immer wieder im Hinterkopf behält. Ich habe jetzt gerade drüber nachgedacht, da kommt ja das große Thema E-Rechnungen. Das ist ja nur noch so ein kurzer Kotschnipseln, der ist ja noch leichter zu manipulieren als über KI Systeme. Was das bedeutet... Aber das schieben wir mal bei Seite! Der Plan war bei unseren Fällen. Man hat tatsächlich früher schon dieser Form viel ... Relevanz zugeordnet, wenn man mal nüchtern ist. Also ist es ein Dienervierblatt? Steht das Logo obendrauf und so weiter? Ich habe letztens einen Foliensatz jetzt gemacht oder die Tage für den Vortrag. Und da hab ich jetzt auch einem Beispiel gemacht. Jetzt für übermorgen ist der Vortag. Da ich eine Rechnung generell lassen über ein KI-Also System könnte er gerne machen. Ist echt witzig funktioniert herausrang gut. Das sieht wirklich täuschend echt aus. Wenn wir noch eine Originalrechnung dazu gibt dann geht es ruckzuck.
Deswegen macht das mal, dass ihr auch mal seht okay wo gibt's da gegebenenfalls die Möglichkeiten um das zu erkennen? und das sind so die typischen Sachen. Jetzt haben wir diese ausschweifenden Formulierungen, die da drauf sehen komische Bindestriche irgendwie sowas. Das ist weiterhin da oder wenn es doch zustandarisiert aussieht dann ist es auch schon wieder irgendwie.
Vielleicht ist das ja auch so. ich meine viele erkennen ja aus den Formulierung auf LinkedIn bei gewissen Posts inzwischen auch schon was eine KI generiert hat. Vielleicht kriegt man da auch langsam irgendwann ein geschultes Auge dafür, wie eine generierte Rechnung aus einer KI auszusehen hat. Aber auch das entwickelt sich natürlich weiter und ist immer nur ein Zeitpunkt bezogenes Wissen sozusagen.
Genau deswegen... ist es wichtig, sich noch mal die Relevanz der Informationen vor Augen zu führen. Das heißt wenn ich eine Trittbestätigung habe von einem Dritten bestätigt direkt ohne den Umweg über dem Land hat er natürlich eine sehr hohe Relevance und eine sehr Hohe Prüfungssicherheit im Gegensatz zur Dokumenten, die ich ausstelle vom Mandaten bekomme weil er den dritten vielleicht nicht erreicht oder ähnliches hat. denn da kann man schon aufpassen sollte man auch aufpassen.
das eigentlich interessant insofern dass Aussagen von Dritten ja die schon immer natürlich in Bankbestätigungen debitoren sein Bestätigen zum Beispiel haben, aber vielleicht doch auch nochmal eine höhere Relevanz bekommen. Wenn ich eine Aussage von einem dritten vielleicht auch mal mündlich bekomme oder sowas und auf direkten Wege bekommen, wo man jetzt vielleicht manchmal eher sagt ja in der Rechnung ein Belege. Ich brauche irgendwas zum Ablegen in meinem Ordner sozusagen. Vielleicht dreht sich das auch ein Stück weit? Ja wer weiß.
Gut! Das geht natürlich vom Rechnungsbeleger bis zu Verträgen mehrzeitig ist gar kein Problem. Das kriegen die Systeme hin. Definitiv.
Immer bei Verträgungen wenn es lange Formulierungen sind da fällt's vielleicht noch eher auf dass dann was komisch ist oder so. Aber auch damals muss ich ja erst mal dann durch hundert Seiten Vertrag durchkämpfen im Zweifel. Das ist ein Auffall! So, jetzt haben wir noch einen zweiten Block und der ist vielleicht sogar ein bisschen der insofern akutere weil problematischere im Umgang damit. Also das ganze Thema Estimates also wenn es zu Einschätzungen kommt, wenn's zu irgendwelchen nicht ganz klaren Bilanzierungsachverhalten kommt zum Beispiel im Bereich der Rückstellungen oder der Beteiligungsbewertung Da sehen wir schon auch so ein bisschen das Problem, wenn es jetzt zu komplexeren Modellen kommt. Dass man die wunderbar durch eine KI jagen kann, der Mandant vor allem beim Aufstellen sich ein super schönes Modell dann irgendwie ausgespuckt bekommt inzwischen mit Kloat und was er alles in Excel kann sieht auf den ersten Blick super schön, super plausibel, super clean aus ja und bis auf die letzte Zeit runtergebrochen.
aber das inhaltlich zu prüfen und nachzuvollziehen Das sind sehr große, im Alltag sehr große Herausforderungen. Vor allem wenn der Mandant dann am Ende selber nicht so hundert Prozent weiß was da jetzt eigentlich für Zahlen drinstehen und woher die jetzt eigentlich kommt ne? Und selbst wenn es am Ende mit irgendwelchen Quellen hinterlegt ist. auch da muss man natürlich immer sehr aufpassen, was das jetzt eigentlich von Quellen sind.
Ja, ähm, genau, sagen wir mal ein Handy wie Bradowoli's Laudlos hatte und Flugmodus ist tatsächlich eine Terminerin und deswegen haben wir auch bisschen Stress. Genau! Das ist wichtig Und es ist auch wirklich gefährlich, weil ich sage mal aus einer Zeit, aus der wir kommen. Das klingt immer so alt aber das ist gar nicht so lange her. Wenn man da meine Beteiligungsbewertung zum Beispiel gekommen hatte dann war das relativ schnell ersichtlich dass der Mandant entweder fähig war das zu tun oder halt auch nicht. und wenn er nicht in der Lage war eine ordentliche Planung aufzustellen im Wachs zu berechnen usw.. War man schneller an dem Punkt, wo man eben darauf hinweisen könnte dass das nicht ausreicht. So jetzt kommen diese Modelle über KI-Systeme raus. Das sieht wie der Tobi sagt perfekt aus wirklich perfekt auf den ersten Blick. Kleiner Tipp die Formatierung sind immer ähnlich aus bei so KI-Modern.
also ihr könnt auch schon mal lassen wenn wir ein paar generieren ist seht ihr sofort ach dieses blaue das kommt mir wirklich sehr bekannt vor. oder diese Struktur. und dann merkt man aber ziemlich schnell hey in sich stimmt es nicht ja Und jetzt ist man natürlich so bisschen Getriebe noch plötzlich jetzt dreht sich das ganze Schwächen um, weil ich jetzt selber beurteilen muss. Macht es Sinn oder nicht? Ich brauche von Anfang an sehr starkes und tiefes Wissen, um zu verstehen der Wachfang sechs Prozent ist aber komplett Blödsinn. oder keine Ahnung? irgendwas anderes in anderer Parameter oder die Planung macht keinen Sinn, weil irgendwie der Total Addressable Market ist viel kleiner als das was sie da planen. Und zwar weil einfach die Parameter nicht stimmen, weil die natürlich von einer anderen Seite kommen gehen, falls vielleicht schraubt er man dann zum Beispiel rein bitte bestätigen mir die Werteiligkeit von Keine Ahnung, X Millionen.
Und dann kommt natürlich das entsprechende Planungsbild heraus und deswegen ist es schon höllisch gefährlich. Deswegen haben wir auch intern mal so aus einmal durchführen lassen usw., deswegen werden wir da auch gucken was es bedeutet oder vielleicht auch die Empfehlung zumindest mal für die in der jeweiligen Position sitzen oder schlagts am Manager vor mein gewisses Schulungsprogramm darauf zu bauen weil man einfach aufpassen muss dass wenn nicht etwas ich sage mein Anfang sein untergejubelt bekommt weil das einfach der einfache Weg ist. Ich glaube, so drehen Sie auch die nächsten Themen genau um das Thema. Definitiv!
Ja und ich meine das Thema ist auch wenn wir jetzt bei einer Rückstellung zum Beispiel sind keine Ahnung. es gibt irgendwie eine Garantierückstellung und da muss jetzt irgendwie eingeschätzt werden...ich habe jetzt irgendeinen Serienschaden verursacht. ja und ich muss einfach mal ein Automobilzulieferer hab irgendwie einen Teil produziert. mein Teil verursagt jetzt einen Schaden. Die Autos müssen zurückgerufen werden repariert werden. Jetzt musste in der Vergangenheit eingeschädst werden. wie viele Autos sind im Markt? Wie viel davon werden überhaupt mitkriegen dass sich vielleicht mein Auto zu Reparatur geben muss usw. Das war immer schon eine komplexe Einschätzung, die aber im Zweifel der Mandant oder ein verantwortlicher Projektmanager oder wer auch immer einfach durch Aussagen vornehmen konnte. Im Zweifeln konnte ich das als Prüfer auch nur validieren und konnte irgendwie versuchen festzustellen sind die Planungs- oder die Annahmen in sich konsistent.
Aber es ist natürlich einfacher zu sagen, dass hat irgendwie ein Experte beim Mandanten ermittelt als das ist eine Zahl die aus einer Karten hier rausgepustelt
ist. Der Buch hatte mal eingetragen und gesagt mir mal bitte da was dazu?
Und dieser Schritt natürlich, dass jetzt der Experte vermeintlich wegfällt, der ist natürlich sehr gefährlich und da muss man als Prüfer natürlich höllisch aufpassen trotzdem noch die Expertise bei Mandanten einzufordern ja. Der kann sich ja dann eine Ermittlung irgendwie ausspucken lassen wenn er das tun will und darauf intern. Aber dann sollte der zuständige Abteilungsleiter, ja, ein zusätzlicher Bearbeiter da einfach mal drüberschauen und bei mindestens noch Input nachliefern. Warum die Parameter seiner Meinung nach plausibel sind? Und
ich glaube das ist ein guter Punkt, Tobi. Das ist auch der Kern wie man das prüft. Man muss sich durch das Unternehmen anfangs dahin hangeln oder den richtigen Personen die einzelnen Parameter dann auch validieren und die sprechen lassen weil denn merkt man sofort ist es in sich konsistent, wie du es gesagt hast oder eben auch nicht? Man kann dem Ding einfach nicht glauben, nur weil es einfach da liegt und was schön aussieht. Das ist wirklich die Gefahr und deswegen haben wir gesagt, wir machen eine eigene Folge dazu, dass gerade in diesen Umbrüchen mit KI-Dokumentationen usw., das sehr schnell vielleicht bisherige Vorgehen auch einfach adaptiert wird. Und wie gesagt hat Arte, sieht sehr gut aus. Es scheint bloß lieber zu sein. Vertraue ich den Ding!
Sehr gut, freue mich schon auf die Folge. Jetzt haben wir noch einen dritten... Also du meinst diese Folge, dann soll ich noch eine
Folge dazu machen. Dann
kannst du welche Folgen wirst du noch tun? Okay!
Ich spürte Druck, ich muss da irgendwelche Fünfte an
der Mischung zu werden. Aber jetzt haben wir noch einen dritten Block. darüber, möchte ich noch kurz reden und zwar ist es natürlich
schon mal Zeit, bei so einer Podcastaufnahme auch
nicht so extrem. Ist doch schön dass wir unsere Zuführer das auch nicht spüren lassen.
Wir müssen einfach schneller drehen Das bringt dir nicht die Geschwindigkeit hoch. Dann
wird es nicht mehr hoch.
Am Ende, das bringt nichts, weil wir sprechen ja gleich lang. Okay.
Es ist auch noch ein dritten Block der sich so ein bisschen überschneidet. aber das Ganze ist natürlich auch bei Themen wenn ich bisher einen Bilanzierungs-Memo von meinen Danten bekommen habe zu dem komplexen Sachverhalt. Also bietet sich natürlich die Parade-Disziplin die man einfach mal sich ausspucken lässt vielleicht von der KI und dann vielleicht gar nicht mehr so richtig darüber nachdenkt. und im Grunde ist es so ähnlich wie bei einer Beteiligungsbewertung. da hat man früher wahrscheinlich relativ schnell gemerkt Schwachsinn, ich sag's jetzt einfach mal so zusammengeschrieben wurde in so einem Bilanzierungs-Memo und so ein Bilanzierungsmemor dann vielleicht auch nur drei Sätze lang war. So nach dem Motort, wenn überhaupt. Und jetzt ist so'n Bilanzierungsmemo halt in Zweifel fünfzehn, zwanzig Seiten lang, wenn man das der KI vorgibt. Aber es steht vielleicht genau da gleiche Schwachsin drin.
oder ja, es fantasiert irgendwelche HFA, irgendwelchen Paragrafen herbei die es überhaupt nicht gibt Ja? Und da ist natürlich dann noch ebenso genauso Wichtiger einfach nachzuvollziehen und sein eigenes Bilanzierungswissen halt auch im Griff zu haben, um so was einschätzen zu können.
Ja also ihr merkt es geht viel mehr darum Sachen einschätzen zu können, plausibilisieren zu können als das eigene Wissen dann wirklich auch wie niederschraten zu können. Es geht vielmehr um Plausibilität. Und ich glaube gerade die Bilanzierung ist mir immer eine Perle einen Halbsatz bekommen. Ja, das ist so weil XYZ und dann muss man das wirklich von Anfang bis Ende aufbauen. Gebt mal ein, gebt mir mal einen Bilanzierungsmimmer zur Bilanzierung vom Pensionsrückstellungen mit den folgenden Parametern. Dann kommt tolle Sachen raus aber auch da immer mit Vorsicht zu genießen. wenn ihr das von man dann bekommt lest es mal durch schaut euch die Paragraphenverweis an und schaut mal ob das einfach inhaltlich richtig aufeinander aufbaut oder ob der einfach immer nur für mein Ergebnis herkommt.
Genau. Und was wir wahrscheinlich alle schon irgendwie erlebt haben, dass er plötzlich einen Lagebericht von Mandanten bekommen hatten der überraschend viele Bullet Points hatte und in einem sehr bekannten Format vielleicht dann war geradezu zu Zeiten als GPD zum ersten mal aufkam auch da ich meine die neuen Modelle schaffen es natürlich auch sehr viel Quellen heranzuziehen oder vielleicht auch Quellen zu liefern zu dem Lageberichte, den der Mandant selber geschrieben hat. aber auch da muss man natürlich sehr aufpassen und muss die Quellen hinterfragen muss gucken wo kommen die Herr? sind die Vielleicht auch nur, selbst wenn es irgendwelche ökonomischen wirtschaftlichen Daten ging. Vielleicht war das nur eine vorläufige Einschätzung die mal veröffentlicht wurde und es gibt eigentlich schon aktuelle ällere Daten. also da fällt einfach die Prüfung der Quellen wie wir sie ja jetzt auch schon haben nicht weg.
und nur weil der Mandant uns einen tollen Artikel gibt müssen wir dann einfach schauen wo kommt er her? Und ist er relevant und geeignet für meinen Prüfungsnachweis?
Ja guter Punkt Dass du noch als allerletzten Punkt die Arbeit des einen Prüfungsteams aufgenommen. Das ist wirklich ein toller Punkt, ich weiß nicht was du damit sagen willst aber ich würde
das mit meinem Punkt machen.
Ich würd' es mal ein bisschen salopp formulieren, man muss ein bisschen aufpassen wenn man reviewer ist dass das eigene Prüfungs-Team nichts untermogelt. ja weil das toll klingt was da aus dem KIS System rauskommt und jetzt an euch adressiert. also man kann sich schon dieses Ding zu Hilfe nehmen und so weiter und das kann auch vorformulieren Aber das wird dann schon an der einen oder anderen Stelle auch etwas harig. Alles was da drin steht, müsst ihr im Zweifelsfall vertreten können vor einem Vorgesetz. Wenn ihr das nicht könnt ist es wirklich doof. Lest euch durch kürztes gegebenenfalls macht irgendwas damit und schreibt's nicht einfach komplett, macht nicht copy-paste. Das ist immer gefährlich.
Also den Punkt meinte ich auch jetzt während du das erläutert hast kam mir auch nicht nur meine eigenen Ausführungen die vielleicht vom KI generiert hat muss sich hinterstehen können Auch wenn der Mandant eben irgendwas vermeintlich KI generiert, das da reinklatscht und ihr denkt, oh, es klingt super. Ich übernehme das jetzt in die Dokumentation als Prüfungsnachweis. Deswegen müsste es kritisch unterfragen weil Ihr müsst dahinterstehen hinter der Arbeit. Ihr habt's am Ende abgezeichnet und Ihr müsst eurem Vorgesetzten am Ende irgendwie erläutern können wie ihr zu dem Ergebnis gekommen seid. Und
noch ein kleiner Tipp?
Ja.
Masse ist nicht. Also nur weil da viel rauskommt und ihr denkst, sieht super aus, kopier erst rein. Ein Review kriegt dann Vollvogel. lieber kurz halten, prägnant einfaches erzählt, das hilft. so ist es Die kurzeste Folge ever, oder? Ja die
kurzste Folge. Aber vielleicht auch ein Thema zum Nachdenken so ein bisschen... Das soll jetzt nicht irgendwie den kompletten Arbeitsalltag umschmeißen aber einfach das ganze Thema Hinterfragen Verständnis Blausibilität Beurteilung. Das muss man einfach für sich schulen noch mehr in Zeiten von KI
Sensibilisieren.
Genau und deswegen sind wie du sagst Schulungen zu dem Thema glaube ich immer relevant. Gut,
super.
Schauen wir noch
eine Zusammenfassung? Wir haben schon so wenig Zeit und machen jetzt keine ganze Minute natürlich. Also wir sprachen heute über die Prüfungsnachweise im Zeitalter der KI. Wir müssen immer gucken, was kriegen wir denn an Dokumenten? Wie verlässlich sind sie? Wie zuverlässig sind Sie von wem kommen sie und wie sehen sie aus. Wir haben insbesondere besprochen, Kriegerung von Belegen, Rechnungen, Verträgen etc., auch da gilt, achtet ihr mal auf das IPI-Thema also guckt, ob es vollständig ist. ein Akkurat ist. dazu hat man glaube auch meine eigene Folge. Schaut, ist ja was auffällig. Das gleiche betrifft insbesondere dann so Estimates-Thema, wie gesagt, Rückstellungsparameter aber auch Beteiligungsbewertungen und sonstige Informationen. Und ganz wichtig das Thema Bilanzierungsmemo Einschätzung von Experten und Lagebericht zu einem Anhangsangaben die denn einfach von der KI geschrieben werden und von man an zur Verfügung gestellt werden.
lässt es euch durchgucken dass die Quellen ordentlich sind und dass es in sich aufbaut und zum richtigen Ergebnis wird. Und achtet als letzter Tipp drauf innerhalb dieser dreißig Sekunden, niemanden euren Vorgesetzte nichts unterzumogeln. Deswegen alles was aus einer KI rauskommt, was ihr in die Arbeitspapiere übernehmen wollt müsst ihr vertreten können und das muss auch richtig sein. Das passt
sehr gut! Das waren handgestoppte Dreißigsekunden. Ja gleich einunddreißig
Super. Vielen Dank Tobi!
Dann auf in deinen Call und Danke bis zur nächsten Folge. Bis dann Tschau Danke fürs zuhören. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann vergesst unbedingt nicht den Podcast zu abonnieren und uns eine Bewertung zu hinterlassen. Das würde uns sehr
helfen!
